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Das Werk "Deutsche Divisionen im Zweiten Weltkrieg" ist eine Faktensammlung über die  Divisionen und Brigaden des Heeres der ehemaligen Deutschen Wehrmacht. Es ist in zwei Teile untergliedert.

Teil I, die "Formationsgeschichte der Großverbände des Heeres" bietet eine Gesamtschau über die Aufstellung der Heeresdivisionen und Brigaden von 1939 - 1945.   

Bis zum Jahre 1943 waren die Infanterie-Divisionen der einzelnen Wellen sowie die Divisionen der einzelnen Waffengattungen recht unterschiedlich gegliedert. Erst im Spätsommer 1943 wurde der Versuch unternommen die Divisionen des Feldheeres durch Einführung von Mustergliederungen, wie z. B. derjenigen, der "Infanterie-Division neuer Art" zu vereinheitlichen. Es gab jedoch auch weiterhin zahlreiche Abweichungen davon, meist durch die angespannte materielle Lage.

Im Teil I ist das jeweilige Soll in Gliederung, Ausstattung und Personal der einzelnen Wellen der Infanterie-Divisionen, sowie der Divisionen der anderen Waffengattungen beschrieben und durch zeitgenössische Gliederungsbilder der Organisationsabteilung des OKH belegt. Grobe Abweichungen einzelner Verbände von der Soll-Gliederung innerhalb der betreffenden Aufstellungswellen sind vermerkt.

Ebenso sind die bei der Neugliederung des Feldheeres 1943 eingeführten Mustergliederungen detailiert beschreiben. Auch hier werden die Gliederungsbilder aus den Akten des OKH mit angeboten.

Die Kapitel sind identisch aufgebaut. Sehen Sie sich das Musterkapitel an. Sie können es kostenlos lesen.

In Teil II, "Die Divisionen und Brigaden" sind alle Großverbände des Heeres einzeln dargestellt.  

Für jeden Verband sind angegeben:

  • Divisions- bzw. Brigadekommandeur, von ... bis
  • Generalstabsoffiziere und sonstige Offiziere im Divisions- bzw. Brigadestab, jeweils mit
  • innegehabter Dienststellung von ... bis
  • Kommandeure der Regimenter und selbständigen Abteilungen/Bataillonen (ggf. Chefs von
  • selbständigen Kompanien), von ... bis
  • kriegsgliederungsmäßig der Division bzw. Brigade unterstellte Einheiten
  • Ist-Gliederung der Division bzw. Brigade und der Einheiten
  • Angaben über Einsätze und Unterstellungsverhältnisse
  • Inhaber höchster Auszeichnugen
  • kollektive Auszeichnungen (Nennung im Wehrmachtbericht usw.)
  • Feldpostnummern der Stäbe

Zu den Stellenbesetzungen:

Die Angaben über den Zeitabschnitt der innegehabten Dienststellung sind - soweit dies aus den verwendeten Primärquellen ersichtlich war - auf den Tag angegeben. Bei nicht überlieferten Kriegstagebüchern und für den Zeitraum nach Ende 1943 mußte u. a. hilfsweise auf die  Ausarbeitungen der Deutschen Dienststelle (WASt), oder - falls auch dort nichts verzeichnet war - auf nach dem Krieg publizierte Formationsgeschichten zurückgegriffen werden. (s. Einleitung und Quellen). Die in den diversen Publikationen und bei der WASt verwendeten unterschiedlichen Angaben der Zeitabschnitte für innegehabte Dienststellungen  - nach Monaten bzw. Jahren bzw. ohne Zeitangabe - ließen eine einheitliche Angabe in den Stellenbesetzungen nicht zu. Auch bleiben dadurch Lücken, die sich heute nicht mehr schließen lassen. Leider bieten auch aus den Primärquellen entnommene, auf den Tag angegebene Data keineswegs die Gewährleistung des Dienstantritts oder Scheidens an diesem Tag.  Bei verspätetem Eintreffen eines Nachfolgers führte inzwischen ein Vertreter, der oftmals in den offiziellen Unterlagen gar nicht erwähnt wird. Manchmal finden sich solche Vertreter in gut recherchierten Formationsgeschichten, oder bei Angehörigen des Divisions-/ Brigadestabes in den Kriegstagebüchern (Kriegsranglisten).   

Wenn ein Kommandeur verwundet wurde, in Urlaub weilte, einen Lehrgang absolvierte undsoweiter, übernahm ein Vertreter dessen Einheit. Offiziell blieb der Kommandeur natürlich weiterhin Kommandeur seiner Einheit. Als Vertreter wurde ein geeignter anderer Offizier, entweder aus der selben Einheit (wenn möglich), oder einer anderen Einheit der Division, oder aus der Führerreserve der Division bzw. der Führerereserve einer übergeordneten  Kommandobehörde oder auch des OKH "mit der Wahrnehmung der Geschäfte" (m.d.W.d.G.) beauftragt. Dieser war dann nicht Kommandeur, sondern "Führer" der betreffenden Einheit.

In der vorliegenden Arbeit sind - soweit dies möglich war - auch die Führer von Verbänden, sowie die Vertreter von Generalstabsoffizieren und Offizieren beim Division-/Brigadestab aufgeführt.

Die Stellenbesetzungen beginnen mit dem 01.09.1939 auch dann, wenn der betreffende Offizier diese Dienststellung schon vor Kriegsausbruch inne gehabt hat.

Zu den Divisionseinheiten:

Bei den kriegsgliederungsmäßig den Divisionsverbänden unterstellten Einheiten ist jeweils angegeben:

  • das Datum der Aufstellung (mit "*" gekennzeichnet)
  • ggf. woraus aufgestellt (nicht bei Einheiten, welche schon im Frieden existierten)
  • ggf. welcher Division/Brigade vorher kriegsgliederungsmäßig unterstellt
  • ggf. Verbleib oder Umbenennung

Zu den Ist-Gliederungen:

Im Teil I sind die jeweiligen Soll-Gliederungen detailliert angegeben. Weil diese nicht immer erreicht wurden bzw. selten länger gehalten werden konnten, sind im Teil II die Ist-Gliederungen nach den überlieferten Zustandsberichten der Divisionen/Brigaden aufgeführt.

Zu den Feldpostnummern:

Die Zeitangaben bei den Feldpostnummern beziehen sich nur auf  den Zeitraum der kriegsgliederungsmäßigen Unterstellung unter die betreffende Division/Brigade. Insofern weichen sie von den in der Feldpostübersicht angegebenen Zeiten ab.

Bei Umbenennungen von Einheiten - z. B. IR 1 in GR 1 - sind sie erneut, unter der neuen Bezeichnung der Einheit aufgeführt.