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Die vorliegende Arbeit hat sich zum Ziel gesetzt, einen Überblick über wissenswerte Daten der Divisionen und Brigaden des Heeres der ehemaligen Deutschen Wehrmacht in der Zeit des Zweiten Weltkrieges zu geben. Das Hauptaugenmerk wurde dabei auf die Kommandeursstellenbesetzungen und die Kriegsgliederungen der Verbände gerichtet.

Das Werk soll als Nachschlagewerk für kriegsgeschichtlich Interessierte und als Hilfsmittel zur Erforschung des Krieges dienen.

Zur Einführung (Teil I/A) wird in einem kurzen geschichtlichen Abriß der Ursprung und die Entwicklung der militärischen Formation "Division" in Preußen bzw. im Deutschen Reich, vom Ende des 18. Jahrhunderts bis zum Jahre 1939, in groben Zügen dargestellt.

In leicht überschaubaren, nach Waffengattungen gegliederten Kapiteln, wird dem Benutzer eine Gesamtübersicht über die in den Jahren 1939 bis 1945 aufgestellten Divisionen und Brigaden des Heeres vermittelt (Teil I/B). Hierbei wird besonders auf die Unterschiede in Gliederung, Ausstattung und Stärke der verschiedenen Aufstellungs-Wellen eingegangen. Ebenso werden die ab 1943 eingeführten Mustergliederungen, wie z.B. "Infanterie-Division neuer Art", "Panzergrenadier-Division 43" usw. ausführlich beschrieben.

Die Einzeldarstellungen der Verbände (Teil II) beinhalten für den jeweils aufgeführten Verband die Kommandeure, Offiziere und Beamte des Divisionsstabes, Soll- und wenn vorhanden Ist-Gliederungen, organisatorische Veränderungen, Feldpostnummern der Stäbe, die Inhaber höchster Auszeichnungen, kollektive  Auszeichnungen und Angaben über den Einsatz, dazu die Unterstellungsverhältnisse. Bis heute sind rund 140 Divisionen/Brigaden fertiggestellt und downloadbar. Die weiteren rund 900 Divisionen des Heeres und Ersatzheeres - mit Umbenennungen und Wiederaufstellungen - werden im Laufe der nächsten Jahre sukzessive eingearbeitet. Weiter geht es im Herbst 2005 mit der 24. Infanterie-Division.

Die Grundlage für diese Arbeit bildeten die Aktenbestände des Generalstabs des Heeres sowie die noch vorhandenen Kriegstagebücher der Divisionen (Bundesarchiv-Militrarchiv und US National Archive, record service; s. Quellenverzeichnis). Sie wurden herangezogen für Gliederungen, Stellenbesetzungen, Unterstellungsverhältnisse und für die Angaben über Einsätze. Für die Soll-Gliederungen wurden die verschiedenen Ausgaben der "Kriegsgliederung des Feldheeres" verwendet, welche für die Jahre 1940 bis 1945 überliefert sind (US National Archiv). Weitere wichtige Quellen für die Stellenbesetzungen waren die Ausarbeitungen der Wehrmachtauskunftsstelle (WAST), die in den 50er Jahren anhand von Erkennungsmarkenlisten zusammengestellt worden sind (BA-MA Msg. 40), sowie fragmentarisch für den Zeitraum von etwa Mitte 1944 bis etwa März/April 1945 überlieferte Stellenbesetzungslisten in der Zentralnachweisstelle (BA-ZNS; o. S.). Zudem wurden hilfsweise ausgewertet, die Vorschlagslisten für Verleihungen zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, diejenigen  für die Verleihungen der Anerkennungsurkunde des Oberbefehlshabers des Heeres bzw. für die Ehrenblattspange. Hieraus wurden jeweils die abgelehnten Vorschläge auf Kommandeure überprüft (alle BA-ZNS). Für die Divisionsstäbe wurden zusätzlich die Generalstab-Offiziers-Kartei (BA-ZNS) sowie die Kartei des Heerespersonalamtes (BA-MA) ausgewertet. 

Bei der Bearbeitung der Stellenbesetzungen traten in den vorliegenden Primärquellen öfters Überschneidungen in den Angaben über die Dauer von innegehabten Dienststellungen auf. In diesen Fällen wurde immer den Angaben, der bei den Divisionen vor Ort geführten Kriegsranglisten der Vorzug vor den beim OKH in Berlin geführten Listen gegeben.

Da die meisten Kriegstagebücher der Divisionen nur für den Zeitraum von 1939 bis zur Jahreswende 1943/44 erhalten geblieben sind, und das sehr lückenhaft, mußte für die Stellenbesetzungen und die Einsätze auf publizierte Divisionsgeschichten und teilweise im Bundesarchiv vorliegende Nachkriegsausarbeitungen von ehemaligen Angehörigen der betreffenden Divisionen zurückgegriffen werden. Als weitere Hilfmittel dienten zum einen die von deutschen Offizieren für die US Historical Division in den ersten Nachkriegsjahren verfaßten Berichte (sog. "Studies"), die vorallem für Angaben über Einsätze von Verbänden in den letzten Kriegsmonaten ausgewertet wurden. Zum anderen die vom Deutschen Roten Kreuz erstellten Vermißtenbildlisten. Hier hauptsächlich die Bände Leitverzeichnis I - IV (für Feldpostnummern), Einheitenrahmen I - V (für Gliederungen) und Divisionsschicksale I - II (für Angaben über Einsätze). Die in den Leitverzeichnissen angegebenen Feldpostnummern wurden mit der Feldpostübersicht verglichen.

Die Angaben über Inhaber höchster Auszeichnungen wurden der bekannten Literatur entnommen (s. Literaturverzeichnis), die Daten jedoch mit den in den KTBs der Divisionen vorhandenen Listen und teilweise mit den in Kornelimünster (Zentralnachweisstelle) befindlichen Karteien abgeglichen.